Hauterkrankungen
Akne
Wodurch entsteht Akne, welche Arten gibt es, wie wird sie behandelt? Erfahren Sie mehr über Akne-Symptome, den Zusammenhang mit der Darm-Haut-Achse und den Umgang mit Aknenarben.
Akne, im Volksmund als „Pickel“ bekannt, ist eine langwierige entzündliche Erkrankung der Haarwurzel und der zugehörigen Talgdrüse. Sie kann in vielen unterschiedlichen Erscheinungsformen auftreten — von Mitessern und Whiteheads über gerötete Knötchen und eitrige Pickel bis hin zu tieferen, schmerzhaften Schwellungen. Auch wenn Akne am häufigsten in der Pubertät auftritt, kann sie in jeder Lebensphase erscheinen; sie kann zudem das Selbstwertgefühl und die Stimmung beeinträchtigen.
Der Entstehungsmechanismus der Akne
Überaktivität der Talgdrüsen (Androgenhormone), Verstopfung der Poren durch abgestorbene Zellen, Vermehrung von Bakterien (Cutibacterium acnes), Entzündung.
Akneformen
Nicht-entzündliche Akne (Mitesser/Whiteheads), entzündliche Akne (Papeln, Pusteln, Knoten, Zysten).
Die Ursachen der Akne
Hormone (Androgene), familiäre Veranlagung, Insulinresistenz und metabolische Faktoren (IGF-1), Ernährung (hoher glykämischer Index, reine Milch gegenüber fermentierten Milchprodukten), Stress, kosmetische/umweltbedingte Faktoren.
Die Darm-Haut-Achse
Eine bis in die 1930er Jahre zurückreichende Theorie; genetische Studien, die einen kausalen Zusammenhang zwischen einem Ungleichgewicht der Darmflora und vier entzündlichen Hauterkrankungen — darunter Akne — aufzeigen; klinische Untersuchungen zur entzündungshemmenden Wirkung einer probiotischen Unterstützung.
Akne nach Lebensphase und Körperregion
Jugendakne, Erwachsenenakne, hormonelle Akne und polyzystisches Ovarialsyndrom, Rücken- und Rumpfakne.
Die „Schwestererkrankungen“ der Akne
Polyzystisches Ovarialsyndrom, Stoffwechselprobleme/Insulinresistenz, Rosazea/Ekzem/Schuppenflechte, Hidradenitis suppurativa.
Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
Wenn innerhalb von 6–8 Wochen keine Besserung eintritt, tiefe/schmerzhafte Läsionen vorliegen, Narben/Flecken entstehen, hormonelle Symptome hinzukommen oder die Lebensqualität beeinträchtigt wird.
Behandlungsmethoden der Akne
Zum Auftragen auf die Haut (Retinoide, Benzoylperoxid, Antibiotika, Azelain-/Salicylsäure), zum Einnehmen (Antibiotika, hormonelle Behandlungen, Isotretinoin), anwendungsbasiert (chemisches Peeling, Laser, Komedonenentfernung).
Aknenarben und ihr Management
Eingesunkene Narben und über die Haut erhabene Narben; Peeling, Microneedling, Laser, Filler, Subzision.
Ernährung, Lebensstil und Akne
Niedrig-glykämische Ernährung, Vorsicht beim Milchkonsum, probiotische Unterstützung, Stressbewältigung, richtige Hautpflege.
Häufige Irrtümer über Akne
„Nur ein Hygieneproblem“ ist falsch; „Ausdrücken ist die Lösung“ ist falsch; „Tritt nur bei jungen Menschen auf“ ist falsch; „Die Sonne heilt sie“ ist falsch.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Wenden Sie sich zur Diagnose und Behandlung unbedingt an einen Facharzt.
Quellen
- „The gut-skin axis: Emerging insights in understanding and treating skin diseases through gut microbiome modulation" — Int J Mol Med, 2025.
Häufig gestellte Fragen
Vergeht Akne von selbst?
Leichte, nicht entzündliche Akne kann manchmal von selbst zurückgehen, entzündliche Akne bleibt jedoch ohne Behandlung meist lange bestehen und birgt das Risiko einer Narbenbildung.
Verschwinden Aknenarben vollständig?
Das hängt von Art und Tiefe der Narbe ab; mit frühzeitiger Behandlung lassen sie sich weitgehend verringern, aber es gibt keine Methode, die eine „vollständige Beseitigung" garantiert.
Ist Akne erblich?
Eine familiäre Veranlagung spielt bei der Entstehung von Akne eine wichtige Rolle, ist aber nicht der einzige bestimmende Faktor.
Können Probiotika oder eine Ernährungsumstellung meine Akne allein heilen?
Nein. Diese Ansätze können bei manchen Menschen einen unterstützenden Nutzen bringen, ersetzen aber keine medizinische Behandlung.
Verschlimmert Make-up die Akne?
Produkte mit porenverstopfenden Inhaltsstoffen können die Verstopfung verstärken; es sollten Produkte mit der Kennzeichnung „nicht komedogen" bevorzugt werden.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Wenden Sie sich zur Diagnose und Behandlung unbedingt an einen Facharzt.
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