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Nahaufnahme einer Ellbogen-Hautfalte im Zusammenhang mit der Behandlung der Schuppenflechte

Hauterkrankungen

Schuppenflechte

Die Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine chronisch-entzündliche, autoimmune Hauterkrankung, die mit Rötung, Schuppung und zeitweise Juckreiz einhergeht. Sie tritt häufig an der Kopfhaut, an den Knien und Ellbogen auf, kann aber auch an anderen Körperstellen erscheinen. Der Schweregrad ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich; bei manchen ist sie auf kleine Bereiche begrenzt, bei anderen kann sie ausgedehnter auftreten. Ziel der Behandlung ist es, der Person mit individuellen Behandlungsplänen die bestmögliche Lebensqualität zu bieten.

Was ist Schuppenflechte (Psoriasis)?

Die Schuppenflechte, deren medizinische Bezeichnung „Psoriasis“ vom griechischen Wort „psōra“ („Juckreiz“ bzw. „Krätze“) abgeleitet ist, ist eine schubweise verlaufende Erkrankung, die durch eine veränderte Reaktion des Immunsystems gegen die Hautzellen entsteht. Während sich Hautzellen normalerweise innerhalb von Wochen erneuern, ist dieser Vorgang bei der Schuppenflechte beschleunigt, sodass auf der Hautoberfläche auf gerötetem Grund weißliche, perlmuttfarbene Schuppungen entstehen. Bisweilen können auch Rissbildung, Blutungen, Juckreiz oder ein Brennen hinzukommen.

Welche Formen der Schuppenflechte gibt es?

Die häufigste Form ist die Plaque-Psoriasis, die an Ellbogen, Knien, der Kopfhaut und im Lendenbereich auftritt. Es gibt jedoch auch verschiedene Unterformen, die nur die Nägel, die Kopfhaut oder die Beugefalten betreffen:

  • Psoriasis vulgaris: Die auch als Plaque-Psoriasis bezeichnete, häufigste Form der Erkrankung. Ihre klassischen klinischen Befunde sind scharf begrenzte, gerötete und juckende Plaques, die mit silbrigen Schuppen bedeckt sind. Sie treten häufig an der Kopfhaut, an Knien, Ellbogen sowie an den Beugestellen von Armen und Beinen auf.
  • Psoriasis guttata: Eine Form mit plötzlich auftretenden, kleinen geröteten Plaques. Sie betrifft meist Kinder oder Jugendliche und wird häufig durch Mandelentzündungen ausgelöst.
  • Pustulöse Psoriasis: Eine Variante, die durch zahlreiche, zum Zusammenfließen neigende, mit Eiter gefüllte Läsionen gekennzeichnet ist.
  • Erythrodermische Psoriasis: Ein Notfall, bei dem mehr als 90 % der gesamten Körperoberfläche gerötet und entzündet sind.
  • Nagelpsoriasis: Bezeichnung für den Zustand, bei dem die Erkrankung die Nägel gemeinsam mit der Haut oder isoliert befällt.

Wodurch entsteht Schuppenflechte?

Genetische Veranlagung, immunologische Mechanismen und Umweltauslöser (Infektionen, kaltes/trockenes Wetter, Sonnenbrand, bestimmte Medikamente, Verletzungen, Rauchen und Alkohol, Übergewicht, Stress) führen im Zusammenspiel zur Erkrankung.

Wie beginnt die Schuppenflechte und welche Symptome hat sie?

Scharf begrenzte gerötete Plaques mit weiß-silbrigen Schuppen darauf, Juckreiz/Brennen/Empfindlichkeit, in manchen Fällen Nagelveränderungen sowie Schuppenbildung auf der Kopfhaut. Bei einigen Patienten können Gelenkschmerzen, Schwellungen und Steifigkeit (Psoriasis-Arthritis) hinzukommen.

Ist Schuppenflechte ansteckend?

Sie ist keinesfalls ansteckend — sie wird nicht durch Berührung, die gemeinsame Nutzung von Gegenständen oder das Baden im selben Pool oder Meer übertragen.

Wie wird Schuppenflechte (Psoriasis) diagnostiziert?

Die Diagnose wird durch die klinische Untersuchung eines Hautfacharztes gestellt; bei Bedarf können eine Hautbiopsie oder Blutuntersuchungen angeordnet werden.

Von welchen Erkrankungen muss die Schuppenflechte differenzialdiagnostisch abgegrenzt werden?

Atopische Dermatitis, Kontaktdermatitis, Lichen planus, Röschenflechte, Mycosis fungoides, Hautpilz.

Was ist die Behandlung der Schuppenflechte und wie erfolgt sie?

Topische Behandlungen (Cremes/Salben), systemische Behandlungen (Tabletten/Spritzen), Lichttherapien (Phototherapie), unterstützende Maßnahmen (Feuchtigkeitspflege, Lebensstil). Statt einer einzelnen Wundermethode ist ein ganzheitlicher und individueller Plan der richtigste Ansatz.

Ist die Schuppenflechte behandelbar? Realistische Erwartungen und langfristige Nachbeobachtung

Die Frage „Kann ich diese Erkrankung vollständig loswerden?“ wird durch die Informationsflut im Internet und durch wundersame „Kuren“, die eine „endgültige Lösung“ versprechen, verkompliziert. Die Schuppenflechte gilt als chronisch, doch mit dem richtigen Management ist ein langfristiges Wohlbefinden möglich.

Wann ist fachärztliche Unterstützung unbedingt erforderlich?

Wenn die Behandlung nicht anspricht, sich die Ausschläge ausbreiten, Gelenkschmerzen hinzukommen oder soziale Isolation bzw. Niedergeschlagenheit auftreten, sollte fachärztlicher Rat eingeholt werden.

Fazit

Die Schuppenflechte „loszuwerden“ bedeutet, sie aus dem Mittelpunkt des Lebens zu rücken; dies ist mit den richtigen Informationen, geduldiger Nachbeobachtung und einem ausgeglichenen Lebensstil möglich.

Häufig gestellte Fragen

Kehrt die Schuppenflechte wieder?

Ja, die Schuppenflechte neigt naturgemäß dazu, wiederzukehren. Mit einem richtigen Nachsorgeprotokoll lassen sich Häufigkeit und Schwere dieser Rückfälle jedoch minimieren, und langfristig ist auch eine Zurückdrängung möglich.

Lässt sich die Schuppenflechte durch Ernährung heilen? Was sollten Patienten essen oder meiden?

Die Ernährung ist ein starkes Werkzeug, das das Immunsystem und die Entzündung beeinflusst. Sie ist für sich allein kein „Medikament", aber eine sehr wichtige Säule, die den Behandlungserfolg unterstützt.

Tut Sonnenlicht der Schuppenflechte gut?

Bei den meisten Patienten ist kontrolliertes Sonnenlicht heilsam. Eine so starke Exposition, dass ein Sonnenbrand entsteht, kann jedoch die gegenteilige Wirkung haben und die Schuppenflechte auslösen.

Kann Stress die Schuppenflechte auslösen?

Stress ist in der Regel der stärkste Auslöser, der eine bestehende Schuppenflechte aufflammen lässt. Bei manchen Menschen mit genetischer Veranlagung kann eine Phase schweren Stresses den ersten Schub auslösen.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Wenden Sie sich zur Diagnose und Behandlung unbedingt an einen Facharzt.

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